

Volume 6, Ausgabe 5
Mehr als nur Wissenschaft: Warum staatsbürgerliche Bildung wichtig ist
Von Yeidaliz Garcia
Ich bin im MINT-Bereich tätig, genauer gesagt in den Naturwissenschaften. Ist politische Bildung also für meine Kurse relevant? Die Antwort war zunächst ein klares Nein. Meine Kurse decken bereits einen großen Themenbereich ab. Die Idee, noch etwas hinzuzufügen, erschien mir abwegig. Doch auf einer kürzlich stattgefundenen Fachkonferenz regten mich einige Referenten zum Nachdenken an. Ist die Antwort wirklich so einfach? Über mehrere Monate hinweg habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was politische Bildung bedeutet und wie sie sich in den Unterricht integrieren lässt, während ich meine Unterrichtsstunden vorbereite.
Wir wissen, dass Hochschulen und Universitäten eine entscheidende Rolle dabei spielen, Studierende auf die Teilhabe am Berufs- und Gesellschaftsleben vorzubereiten. Wir befinden uns in einer Zeit tiefgreifender globaler Veränderungen, die sorgfältige Überlegungen und die Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes erfordern. Zunehmend müssen wir Probleme aus multidisziplinärer Perspektive betrachten, anstatt uns auf den traditionellen disziplinären Ansatz zu beschränken.
An der UCF bringen Studierende unterschiedliche Erfahrungen, Identitäten und Perspektiven in den Unterricht ein. Die Komplexität des Weltgeschehens spielt dabei eine entscheidende Rolle, wodurch staatsbürgerliche Bildung und konstruktiver Dialog für effektives Lehren und Lernen immer wichtiger werden. Auch in Florida gelten landesweite Anforderungen an die staatsbürgerliche Bildung, die sich auf den Studienerfolg auswirken. Insbesondere in den MINT-Fächern wird staatsbürgerliche Bildung greifbar, wenn wir didaktische Ansätze wie den konstruktiven Dialog nutzen, um Daten, Methoden und die gesellschaftlichen Auswirkungen unserer Ergebnisse zu untersuchen und fachspezifische Erkenntnisse mit öffentlichen Fragen und Entscheidungen zu verknüpfen.
Um auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen: Warum sollte ich in meinen MINT-Kursen über staatsbürgerliche Bildung nachdenken? Kurz gesagt: Staatsbürgerliche Bildung geht über reines Staatswissen hinaus. Sie umfasst die Fähigkeit, Beweise zu bewerten, mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen und gemeinsam über komplexe Fragestellungen zu diskutieren. Ein konstruktiver Dialog – strukturiert, zielgerichtet und umfassend – kann Studierenden helfen, diese Fähigkeiten so zu trainieren, dass das Lernen vertieft und nicht beeinträchtigt wird. Wenn Dialog bewusst geführt wird, wird Meinungsverschiedenheit zu einer Chance für neue Erkenntnisse und nicht zu einem Hindernis für das Verständnis.
Für Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere im Rahmen des Allgemeinen Studienprogramms (GEP), ist diese Arbeit von großer Bedeutung. GEP-Kurse prägen oft die Art und Weise, wie Studierende im Hochschulkontext erstmals mit anspruchsvollen Ideen und unterschiedlichen Standpunkten konfrontiert werden. Durchdacht gestaltete Dialoge können kritisches Denken fördern, das fachliche Verständnis vertiefen und intellektuelle Bescheidenheit stärken – ohne dabei an Strenge oder Expertise einzubüßen und gleichzeitig die Lernziele unserer Kurse zu erreichen.
Viele Studierende kommen voller Tatendrang an die UCF, sind aber unsicher, wie sie sich produktiv einbringen können. Dozierende Dialoge können Lernumgebungen schaffen, die intellektuell anregend und respektvoll zugleich sind und Studierenden helfen, die Kursinhalte mit breiteren sozialen, ethischen und staatsbürgerlichen Kontexten zu verknüpfen. Beispielsweise können wir im Rahmen der Lehre zur wissenschaftlichen Methode eine konstruktive Dialogübung einbauen, in der Studierende untersuchen, wie Wissenschaftler Ideen bewerten, Behauptungen hinterfragen und Schlussfolgerungen revidieren. Studierende können respektvolle, faktenbasierte Diskussionen darüber üben, wie wissenschaftliche Informationen in öffentliche Entscheidungsprozesse einfließen, und so die Kompetenzen für eine informierte Bürgerbeteiligung entwickeln. Daher wird es immer wichtiger, Gelegenheiten für konstruktiven Dialog zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, Ideen, Beobachtungen und Informationen kritisch, logisch und vernünftig zu analysieren. Dozierende können diese Gelegenheiten fördern.
Die Vermittlung von politischer Bildung bedeutet nicht, einen bestehenden Lehrplan mit neuen Inhalten zu ergänzen. Vielmehr geht es darum, pädagogische Ansätze für Diskussion, Forschung und Engagement weiterzuentwickeln. Wie kann ein Dialog in einem Labor, einer großen Vorlesung oder einem Online-Kurs aussehen? Unter welchen Bedingungen können Studierende sich intensiv mit Ideen auseinandersetzen und gleichzeitig füreinander offen bleiben? Wie können wir Diskussionen leiten und in großen Seminarräumen ein Gleichgewicht wahren? Wie können wir durch Dialog ein Zugehörigkeitsgefühl trotz unterschiedlicher Perspektiven fördern? Wie interdisziplinär sollte politische Bildung sein? Wie können wir einen geschützten Raum für konstruktiven Dialog schaffen?
Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen bietet den Lehrenden die Möglichkeit, ihre Lehrpraxis zu verbessern und gleichzeitig die übergeordnete Bildungsmission der UCF zu unterstützen. Politische Bildung, gefördert durch konstruktiven Dialog, ist grundlegend für das Lernen der Studierenden – und für die Zukunft der Hochschulbildung selbst. Obwohl ich momentan mehr Fragen als Antworten habe, hoffe ich, dass wir, die Lehrenden der UCF, gemeinsam Wege finden können, politische Bildung und konstruktiven Dialog erfolgreich in unsere Lehrveranstaltungen zu integrieren.
Aktualisierungen der GEP-Bewertung
Von Annabelle Conroy
Vielen Dank an alle Dozenten, die im vergangenen Herbst an der Bewertung des General Education Program (GEP) teilgenommen haben. Ihre Beiträge sind unerlässlich für eine effektive Programmevaluation und die fortlaufende Erfüllung der Akkreditierungsanforderungen.
In diesem Semester setzen wir die GEP-Bewertung fort, indem wir alle Dozierenden, die einen GEP-Kurs unterrichten, bitten, mindestens eine Aufgabe in ihren Kurs aufzunehmen, die ein oder mehrere relevante Grundlagenlernziele überprüft. Bitte beachten Sie, dass die Frist für die Einreichung der GEP-Bewertungsdaten die Abmeldefrist der UCF am Freitag, den 3. April 2026, um 11:59 Uhr ist.
Die Beurteilungen können jederzeit vor diesem Stichtag abgeschlossen und eingereicht werden.
Beachten Sie, dass sich die Grundlagen des GEP seit dem Jahr 2024/25 geändert haben. Sie lauten wie folgt:
- Kommunikation (unverändert)
- Geisteswissenschaften (ehemals Kulturelle Interaktionen)
- Sozialwissenschaften (ehemals Interpretation & Evaluation)
- Naturwissenschaften (ehemals Wissensanwendung),
- Mathematik (früher Problemlösung).
Die Lernziele für jede Grundlage bleiben jedoch gleich.
Wenn Sie im letzten Semester eine Bewertung durchgeführt und Ihren Kurs ins Frühjahrssemester übernommen haben, können Sie dieselbe Bewertung wiederverwenden. Dozierende, die zum ersten Mal einen GEP-Kurs unterrichten, werden gebeten, die [Richtlinien/Richtlinien einfügen] zu konsultieren. Lerngemeinschaft der Fakultät für Allgemeinbildung Für Hinweise zum Bewertungsprozess stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie weitere Unterstützung benötigen, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Um die Dozenten zusätzlich zu unterstützen, bieten wir im Laufe des Semesters außerdem mehrere virtuelle Sprechstunden an.
GEP-Prüfungen können so gestaltet werden, dass sie optimal zu Ihrem Kurs und Ihrem didaktischen Ansatz passen.
Im Frühjahrssemester trifft sich schließlich der GEP-Bewertungsausschuss, um die Bewertungsergebnisse zu überprüfen und den Gesamtprozess zu evaluieren. Interessierte Dozenten können sich gerne bei mir melden, um in der Arbeitsgruppe mitzuwirken.
Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, wenden Sie sich bitte schreibe mir per Mail oder unter der GEP-Postfach.
Umsetzung des Kommunikationsplans
Wir danken den Dozierenden, die an der Erstellung des Kommunikationsplans mitgewirkt haben. Im Zuge der Umsetzung des Plans in diesem Semester folgt hier ein kurzer Überblick über den Kommunikationsablauf:
Aktualisierungen erfolgen über die Schulleitung → Co-Leiter → Abteilungs-/Schulkoordinatoren → Dozenten per E-Mail + Canvas.
Nutzen Sie Canvas, um die benötigten Tools zu finden, die vereinbarten Prüfungstermine einzuhalten und Feedback über Ihren Koordinator/Ihre Koordinatorin zu teilen. Pflegen Sie einen guten Kontakt zu Ihrem GEP-Koordinator/Ihrer GEP-Koordinatorin – die zeitnahe Zusammenarbeit sorgt für reibungslose Kommunikation und einen erfolgreichen Semesterablauf.
Wenn Sie nicht zu unserem Lehrkörper gehören Allgemeine Bildungsfakultäts-Lerngemeinschaft, Bitte wenden Sie sich an Ihren GEP-Koordinator, damit dieser uns Bescheid geben kann.
Workshop für neue Dozenten:
Erstellen Sie Ihre Bewertung schnell
Sind Sie bereit, Ihre GEP-Prüfung einzurichten (oder zu optimieren)? Dieser praxisorientierte Workshop hilft neuen Dozenten und studentischen Hilfskräften, eine veröffentlichungsfertige (oder fast fertige) Aufgabe in Canvas zu erstellen.
Wir werden abdecken:
- Abstimmung der Grundlagenlernziele auf Ihre Aufgabe
- Auswahl des Bewertungsformats und der Bewertungsoptionen
- Tipps zur einfachen Einrichtung und Abgabe von Canvas-Abgaben
- Schnelle Änderungen an bestehenden Bewertungen
Einige Fachbereiche verwenden einheitliche GEP-Bewertungen, die von allen Dozierenden absolviert werden müssen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies auf Sie zutrifft, wenden Sie sich bitte vor der Anmeldung an Ihren GEP-Koordinator.
Ziel des Workshops: Schließen Sie mit einer finalen Bewertung und gegebenenfalls einer kurzen Checkliste für die zeitnahe Zusammenarbeit mit Ihrem GEP-Koordinator (Abteilung/Schule) ab.
Wann: Dienstag, 3. Februar, von 5 bis 6 Uhr
Kennzahlen: Teams
Fragen? Wenden Sie sich an das GEP-Team oder Ihren GEP-Koordinator.
Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
Die Fortbildungsveranstaltungen des General Education Program (GEP) bieten praktische Unterstützung und neue Ideen für Dozierende, die im GEP-Curriculum der UCF unterrichten, und stehen allen interessierten UCF-Dozierenden offen. Die Veranstaltungen finden jeweils am dritten Mittwoch im Monat um 15:00 Uhr statt (außer in den Semesterferien) und behandeln Themen der Kursgestaltung, des studentischen Lernens und der didaktischen Zusammenarbeit. Alle Veranstaltungen werden über Microsoft Teams abgehalten und sind für alle GEP- und UCF-Dozierenden zugänglich, einschließlich haupt- und nebenberuflicher Lehrbeauftragter.
Mittwoch, 18. Februar um 3 Uhr
Titel: Collab Lab: Gestaltung multidisziplinärer Aufgaben
Beschreibung:
Denken Sie über interdisziplinäre Aufgaben nach? Dann nehmen Sie an unserer gemeinsamen Session teil, die neue Ideen anregen und einen Einblick in den GEP-Track des FCTL Summer Institute geben soll. Wir erarbeiten gemeinsam, wie Aufgaben gestaltet werden können, die gemeinsame Kompetenzen hervorheben, Lerninhalte aus verschiedenen Fachbereichen verknüpfen und die Komplexität der realen Arbeitswelt widerspiegeln, auf die sich unsere Studierenden vorbereiten. Bringen Sie Beispiele, Fragen oder laufende Projekte mit, um die Lerninhalte des gesamten General Education Program zu veranschaulichen. Registrieren.
Mittwoch, 23. März um 3 Uhr
Titel: Pünktlich: Unterstützung für die GEP-Bewertung
Beschreibung:
Da die Abgabefrist für die GEP-Prüfungen in der kommenden Woche ansteht, bietet diese Veranstaltung Raum für Fragen, die Besprechung der Kurs- und Aufgabeninhalte sowie das Erlernen von Strategien für eine authentische und praktikable Prüfung. Die Veranstaltung richtet sich an GEP-Dozenten, die Wert auf sinnvolle Prüfungen legen, und bietet Anleitungen, Beispiele und Unterstützung durch Kollegen. Registrieren.
Mittwoch, 15. April um 3 Uhr
Titel: KI, Aufgaben und akademische Integrität
Beschreibung:
Da KI-Tools das Lesen, Schreiben und Lernen von Studierenden grundlegend verändern, überdenken Lehrende die Gestaltung von Aufgaben, Lernzielen und Erwartungen. In dieser Session gibt ein Gastreferent Einblicke in die Rolle der KI in der Hochschulbildung. Anschließend besteht die Möglichkeit zur offenen Diskussion darüber, was dies für Ihren GEP-Kurs bedeutet. Registrieren.
Fakultätspreise
Zwei großartige Möglichkeiten, Ihre Arbeiten in diesem Semester zu präsentieren:
Innovationspreis
Ausgezeichnet werden herausragende, evidenzbasierte Lehr- und Kurskonzepte im Rahmen des GEP-Programms. Beschreiben Sie Ihre Vorgehensweise, deren Bedeutung und die nachweisbaren Lernerfolge der Studierenden. Bewerbungsschluss ist der 6. März. Jetzt bewerben.
GEP-Engagementzertifikat
Würdigt die kontinuierliche Teilnahme an GEP-Initiativen – Veranstaltungen, Evaluierungen, Ressourcenbeiträgen, Mentoring und mehr.
Die Bewerbungsfrist endet am 5. Mai, die Empfänger werden bis zum 29. Mai bekannt gegeben. Jetzt bewerben.
Bites and Banter Frühjahrsserie 2026
Das UCF General Education Program lädt Dozierende zur Veranstaltungsreihe „Bites and Banter“ im Frühjahr 2026 ein – ein informelles Treffen für anregende Gespräche, Ideenaustausch und interdisziplinären Austausch. Die Treffen orientieren sich an aktuellen Themen, sind dialogorientiert (und nicht als Präsentationen konzipiert) und werden nicht aufgezeichnet. So entsteht eine offene und einladende Atmosphäre für Gespräche und Vernetzung. Unser Ziel ist es, einen geschützten und freundlichen Raum zu schaffen, in dem wir gemeinsam eine Gemeinschaft bilden können.
Sitzungen im Frühjahr 2026:
Politische Bildung: Konstruktiver Dialog im Klassenzimmer
27. Januar, 10–11 Uhr
Wie können wir staatsbürgerliche Bildung vermitteln und gleichzeitig einen respektvollen und sinnvollen Dialog fördern? In dieser Sitzung werden praktische Wege aufgezeigt, wie historisch korrekter Unterricht unterstützt, Schüler auf die Florida Civic Literacy Examination vorbereitet und Klassenzimmer geschaffen werden können, in denen unterschiedliche Perspektiven konstruktiv diskutiert werden können. Registrieren.
Nachhaltige Fähigkeiten & Karriere-ROI
18. Februar, 12–1 Uhr
Studenten fragen oft: „Wie hilft mir dieser Kurs für meine Zukunft?“ Nehmen Sie an diesem Gespräch teil, in dem es darum geht, den Wert von Bildung durch nachhaltige Kompetenzen wie Kommunikation, Teamarbeit und Professionalität sichtbar zu machen. Dozierende erörtern, wie GEP-Kurse – unabhängig vom Studienfach – Studierende dabei unterstützen können, ihr Wissen in berufliche Kompetenzen umzusetzen und langfristig von der Investition zu profitieren. Registrieren.
Die „menschliche Komponente“ der KI (Online)
23. März, 3–4 Uhr
Da generative KI immer häufiger zum Einsatz kommt, stellt sich die Frage: Was bleibt beim Lernen noch einzigartig menschlich? In dieser Sitzung verlagert sich der Fokus von der Überwachung des KI-Einsatzes hin zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit ihr – es werden Wege erforscht, wie Aufgaben gestaltet werden können, die kritisches Denken, ethisches Urteilsvermögen und KI-Kompetenz im Rahmen des GEP fördern. Registrieren.
Das Knight Experience Project (KEP): Gestaltung für studentischen Erfolg und das Gedeihen der Fakultät (Nachmittagstee)
14. April, 2–3 Uhr
Der Studienerfolg hängt von mehr als nur der individuellen Förderung der Studierenden ab. In dieser Sitzung werden die Dozierenden Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt „Knight Experience Project“ kennenlernen und diskutieren, wie proaktive Unterstützungsmodelle die Studienergebnisse verbessern und die Belastung der Dozierenden reduzieren können – denn das Wohlbefinden der Dozierenden ist essenziell für ein erfolgreiches Studienerlebnis an der Knight University. Registrieren.